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HochpreuĂisch
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HochpreuĂisch werden die mitteldeutschen Dialekte in OstpreuĂen genannt, die nach verbreiteter Ansicht von thĂźringischen und schlesischen Einwanderern ab dem 13. Jahrhundert in das Land gebracht wurden. Sie gehĂśren zur Gruppe der ostmitteldeutschen Dialekte und wurden vor allem im Ermland, der katholisch geprägten Mitte OstpreuĂens, und im ostpreuĂischen Oberland gesprochen.
Das HochpreuĂische unterteilte sich in die Mundartgebiete des Oberländischen im Westen und des Breslauschen im Osten, die sich sprachlich deutlich voneinander unterschieden, wobei das Oberländische dem Standarddeutschen viel näher stand.
Der Wortschatz der hochpreuĂischen Dialekte ist erfasst und beschrieben im PreuĂischen WĂśrterbuch von Walther Ziesemer.
Contents
⢠Breslausch
⢠Lautlehre
⢠Dialektproben
⢠Oberländisch
⢠Lautlehre
⢠Dialektproben
⢠Verweise
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Anmerkungen
⢠Einzelnachweise
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Geographische Abgrenzung
HochpreuĂisch wurde in dem Teil OstpreuĂens gesprochen, der sĂźdlich der Benrather Linie lag.cite-ref-4[Anm 1] Diese Sprachgrenze zwischen Hoch- und NiederpreuĂisch zählte vor 1945 zu den am schärfsten wahrnehmbaren Sprachgrenzen in Deutschland Ăźberhaupt.cite-ref-5[4] Zum hochpreuĂischen Dialektkontinuum gehĂśrten ebenfalls die Gebiete WestpreuĂens Ăśstlich der Weichselniederung. Die hochpreuĂische Gesamtfläche war im Westen, Norden und Osten vom niederpreuĂischen und im SĂźden von einem Gebiet umgeben, in dem mundartlich gefärbte hochdeutsche Umgangssprache und Masurisch gesprochen wurde.
Herkunft des Dialekts
Nachdem der Braunsberger Oberlehrer J. A. Lilienthal im Jahre 1842 erstmals die Bezeichnung âbreslauischâ fĂźr das HochpreuĂische im Ermland verzeichnet hatte,cite-ref-lilienthal-1842-1-1[1] galt es als offensichtlich, dass das Ermland von Schlesiern besiedelt wurde, die ihren Dialekt mitbrachten. Aufgrund von Ortsnamengleichungen wurde allerdings auch ThĂźringen als Heimat zumindest der Oberländer in Betracht gezogen. (So noch Ziesemer um 1926.) Die herrschende Annahme war, dass die nach PreuĂen einwandernde Oberschicht, die nachweislich zum groĂen Teil aus ThĂźringen stammte, ihre Bauern aus der eigenen Heimat mitgebracht hätte. Walther Mitzka bestritt diese Folgerichtigkeit und wollte nur sprachliche Kriterien gelten lassen. So konnte er 1937 feststellen, dass das HochpreuĂische lautgesetzlich von den in der Forschung anerkannten "gesamtschlesischen Merkmalen" abwich, so dass HochpreuĂisch unmĂśglich als Schlesisch bezeichnet werden kĂśnne.cite-ref-7[6] Stattdessen stellte er innerhalb der ostmitteldeutschen Dialekte die grĂśĂte sprachliche Verwandtschaft mit einem Gebiet der Niederlausitz fest, dessen Kern zwischen LĂźbben im Westen und Guben im Osten lag. (Dieses Dialektgebiet wird allerdings zum Beispiel von Peter Wiesingercite-ref-8[7] nicht zu den lausitzischen Dialekten gerechnet, sondern ist das Kerngebiet des sĂźdmärkischen Dialekts). Daraus entwickelte Mitzka die These, dass die mitteldeutschen Siedler, deren Ankunft durch zahlreiche Handfesten zeitlich genau bestimmt werden kann, die Mark Lausitz zwischen 1290 und 1330 verlieĂen, als politisch bewegte Zeiten das Siedeln in PreuĂen attraktiver erscheinen lieĂen.cite-ref-9[8]
Erhard Riemann ĂźberprĂźfte Mitzkas These anhand weiteren wortgeographischen Materials und kam zu dem skeptischen Schluss, dass das Material nicht ausreiche, um eine sichere Herleitung aus einem begrenzten Raum zuzulassen. Wohl kĂśnne die Verbreitung von brĂźh = âheiĂâ und Mache = âMädchenâ zu einem solchen Schluss verleiten, aber andere Wortkarten zeigten ein vĂśllig unterschiedliches Bild, indem sie als Entsprechung zu mittelermländischen Worträumen ganz anders gelagerte Wortinseln im ostmitteldeutschen Raum oder, was noch häufiger der Fall sei, sehr ausgedehnte, von Schlesien Ăźber die Lausitz bis Sachsen-ThĂźringen oder sogar noch viel weiter nach Westen bis nach Hessen oder bis ins Moselfränkische sich erstreckende Worträume aufweisen. Laut Riemann mĂźssen wir deshalb mit stärkerer herkunftsmäĂiger Mischung der Siedler rechnen und sollten uns auch bei der Herleitung des Breslauschen mit der Feststellung begnĂźgen, dass als Ausgangslandschaft sehr weite ostmitteldeutsche Gebiete in Frage kommen, innerhalb deren mĂśglicherweise Niederschlesien und die Niederlausitz Schwerpunkte gebildet haben.cite-ref-10[9]
Sprachliche Merkmale
Die hochpreuĂische Sprachinsel lag sĂźdlich der Benrather Linie und nĂśrdlich der Speyerer Linie, gehĂśrte also zum Gebiet der mitteldeutschen Dialekte. Weiterhin lag sie Ăśstlich der Germersheimer Linie und gehĂśrte damit zu den ostmitteldeutschen Dialekten. Von den Ăźbrigen ostmitteldeutschen Dialekten (insbesondere vom Schlesischen, mit dem es oft vorschnell gleichgesetzt wurde) unterscheidet sich das HochpreuĂische vor allem durch viele Gemeinsamkeiten in Phonologie, Grammatik und Wortschatz mit dem NiederpreuĂischen.
Die wichtigsten âBorussozismenâ sind:cite-ref-11[10]
⢠Ausfall des -n im Infinitiv (wie in der Karte am Anfang des Artikels angedeutet)
⢠Beibehaltung des ge- im Partizip Präteritum (zum Vergleich: mecklenburgisches Ostniederdeutsch bei Fritz Reuter: hei is lopen; dagegen niederpreuĂisches Ostniederdeutsch: he is jelope). Das Präfix kommt in allen hochdeutschen Dialekten und damit auch im HochpreuĂischen oder im Schlesischen vor. Ziesemer zählte dieses Merkmal auf, weil die Beibehaltung des Präfix ein Merkmal des NiederpreuĂischen innerhalb der niederdeutschen Dialekte ist.
⢠Entrundung (Kenig, Brieder, Freide, Kreiter fßr standarddeutsch KÜnig, Brßder, Freude, Kräuter)
⢠Ăberoffene Aussprache des e (schnall, Ack)
⢠Vorliebe fĂźr Verkleinerungssilben (kommche, duche, Briefchedräger und niederpreuĂisch de lewe Gottke) â umlautlose Verkleinerungsformen (Hundchen, Katzchen, Mutterchen)
⢠nuscht fßr standarddeutsch nichts
Breslausch
Breslausch (auch: Breslauisch, Ermländisch) wurde hauptsächlich im mittleren Ermland in dem Viereck Wormditt-Heilsberg-Bischofsburg-Allenstein gesprochen.cite-ref-12[11] Dieses Dialektgebiet ist fast vollständig deckungsgleich mit dem bischÜflichen Anteil des Fßrstbistums Ermland, das der Bischof von Ermland mit mitteldeutschen Bauern kolonisierte. Die Masse der DÜrfer entstand in den 1320er und 1330er Jahren. Das nÜrdlich des breslauschen Dialektgebietes liegende ermländische Gebiet wurde vom ermländischen Domkapitel mit Bauern aus dem niederdeutschen Sprachgebiet besiedelt.cite-ref-13[12]
Lautlehre
Sprachliche Merkmale im Konsonantismus sind:cite-ref-14[13]
⢠Die Vorsilbe er- erscheint meist als Vorsilbe dÉĹ- (dÉĹfrÄŤze fĂźr standarddeutsch erfrieren).
⢠b erscheint im Anlaut meist als b, seltener als p (pauÉĹ, potÉĹ, puĹĄ fĂźr standarddeutsch Bauer, Butter, Busch; ähnlich wie im Lausitzischen und Schlesischen). Intervokalisch und nach l und r ist b meist w (raiwÉ, ÄŤwÉ, ferwÉ, kelwÉĹ fĂźr standarddeutsch reiben, Ăźben, färben, Kälber); vor Konsonanz ist b gewĂśhnlich f (Ärfs, hĹfk fĂźr standarddeutsch Erbse, Habicht).
⢠g wird zu j in der Vorsilbe ge- und im Inlaut und jungem Auslaut nach l, r (jÉhÄlÉ, morjÉ fĂźr standarddeutsch gehalten, morgen). Sonst meist g oder k (gÄrĹĄt, jÉnuk fĂźr standarddeutsch Gerste, genug). Palatales, am vorderen Gaumen gebildetes g, steht im Anlaut vor Palatalvokal und vor r, l (gestÉrÉ, grisÉ fĂźr standarddeutsch gestern, grĂźĂen). Anlautendes g erscheint als k in: ken, endÉkain (fĂźr standarddeutsch gegen, entgegen).
⢠k kommt sowohl als palatales k (kaine, kiĹt fĂźr standarddeutsch keimen, Kind) wie auch als velares k (kalp, kop fĂźr standarddeutsch Kalb, Kopf) vor.
⢠Breslausch sind -nd, -nt meist gutturalisiert (biĹÉ, ĹĄtuiĹ fĂźr standarddeutsch binden, Stunde); oberländisch jedoch nicht im gleichen Umfang und -nt bleibt meist unverändert.
⢠Westgermanisches p ist zu f geworden, der Laut pf fehlt in der Mundart (fefÉĹ, fÄrt, faif fĂźr standarddeutsch Pfeffer, Pferd, Pfeife); nach Nasal und in der Gemination steht p (damp, zomp, top, klopÉ fĂźr standarddeutsch Dampf, Sumpf, Topf, klopfen).
⢠Standarddeutsches r ist meist vokalisiert Ĺ, besonders in der Stellung ÉĹ.
⢠s wird nach altem r zu sch (Borscht fßr standarddeutsch Bßrste).
Dialektproben
⢠"Da ermlängsch Baua on da Taiwel" (Volkssage)
⢠"Im Ărmland scheint der Maund so grauĂ." (spĂśttische Redensart in OstpreuĂen)
⢠Ăch schloo da foat mĂśtt Ăśmm Karchleffel Ăśmm de Ohre, du Aff!cite-ref-15[14] (Wenker-Satz Nr. 11)
Oberländisch
Oberländisch wurde hauptsächlich in den Landkreisen PreuĂisch Holland und Mohrungen sowie in den westlich angrenzenden Moränengebieten bis zur Weichselniederung gesprochen. Das Gebiet des Oberlands wurde nach verbreiteter Meinung im 13. und 14. Jahrhundert von mitteldeutsch sprechenden Siedlern aus ThĂźringen besiedelt. Die Ortsnamen Mohrungen, MĂźhlhausen und Saalfeld erinnern an die Herkunftsgebiete der Siedler (Morungen, MĂźhlhausen, Saalfeld). Nach Mitzka erinnern die Ortsnamen zumindest an die Herkunftsgebiete der Oberschicht. Viele OrtsgrĂźndungen gingen nämlich auf den Komtur von Christburg Sieghard von Schwarzburg zurĂźck, der aus ThĂźringen stammte. Die Masse der deutschen DĂśrfer im Oberland entstand zwischen 1290 und 1330.cite-ref-16[15]
Im Gebiet der Komturei Christburg, das groĂe Teile des Oberlandes umfasste, bildeten PruĂen etwa die Hälfte der Einwohner, so dass die pruĂische Sprache auch ihre Spuren im deutschen Dialekt des Oberlandes hinterlieĂ (z. B. Plintze: Pfannkuchen, Margell: Mädchen).
Weitere Unterteilungen
Während das Breslausche ein relativ homogenes Dialektgebiet bildete, war das Gebiet des Oberländischen nach den Erhebungen Georg Wenkers um 1880 von zahlreichen Isoglossen durchzogen. Sie lieĂen ein Dialektkontinuum erkennen, das sich zwischen zwei Polen bewegte: Die Ortsdialekte im SĂźdwesten (im Kreis Rosenberg) standen dem Standarddeutschen sehr nahe, die Dialekte im Nordosten (im Kreis PreuĂisch Holland) standen dem Breslauschen nahe. Der Dialekt der Gegend von Lauck (im äuĂersten Nordosten des Kreises PreuĂisch Holland) war mit dem Breslauschen fast identisch. Die Ortsdialekte des Kreises Mohrungen bildeten einen flieĂenden Ăbergang zwischen den beschriebenen Polen.cite-ref-17[16]
Die letzten beiden Wenkersätze (Nr. 39 und 40) sollen das veranschaulichen:
| | 39 Geh nur, der braune Hund tut dir nichts. | 40. Ich bin mit den Leuten da hinten Ăźber die Wiese ins Korn gefahren. |
|---|---|---|
| Vogtenthal, Kreis Rosenberg [ 17 ] | Geh man, dĂśrr braune Hund titt dĂśr nuscht. | Ăch bĂśn met dĂśn Leut do hinten Ăśber de WĂśs ens Korn gefohre. |
| Barten (Kreis Mohrungen) [ 18 ] | Gehâ ma, de braune Hund titt dĂśrr nuscht. | Ech sei met de Leit dao hinge ebâr de Wees enâs Korn gefaore. |
| Borchertsdorf, Kreis PreuĂisch Holland [ 19 ] | Geh man, da braune Hund titt dea nuscht. | Ech sei mete Leut do hinge ewa de Wes ens Koren gefohre. |
| Zum Vergleich: Breslausch | | |
| Queetz, Kreis Heilsberg [ 20 ] | Geh dach, da braun Hungd tit da nuscht. | Ech sei mete Leute do hinge ewa de Wes ens Kohre gefohre. |
Nach Stuhrmann, Mitzka, Ziesemer und TeĂmann bildete das Oberländische einen einheitlichen Unterdialekt, der sich bis zur Benrather Linie an der Weichselniederung erstreckte. Nach Kuck und zuletzt Szulc war im Bereich des ehemaligen Kreises Rosenberg ein besonderer Unterdialekt des HochpreuĂischen auszumachen, den sie Rosenbergisch nannten.
Lautlehre
Die oben genannten sprachlichen Merkmale des Breslauschen gelten weitgehend auch fĂźr das Oberländische und sind demnach allgemein hochpreuĂische Merkmale. Folgende Merkmale gehĂśren zu den auffallendsten Schibboleths des Oberländischencite-ref-22[21]:
⢠Das Oberländische behält das b in allen Fällen als Verschlusslaut bei.
⢠Das r ist im Oberländischen stets gerollt.
⢠Die Gutturalisierung ist nur teilweise durchgefßhrt ("Kind": Oberländisch Singular "Kint"cite-ref-23[Anm 2], Plural "Kinger").
TeĂmann fĂźhrt folgende Merkmale als weniger auffällig auf:
⢠Bei der Endung von Adjektiven und ZahlwÜrtern hat das Oberländische -ik und das Breslausche -ich.
⢠Das Oberländische bewahrt mittelhochdeutsches -er-, während das Breslausche -ar- hat.
⢠Das Gleiche gilt fßr mittelhochdeutsches offenes e (lang und kurz), das im Breslauschen zu a (lang und kurz) wird.
Dialektproben
⢠Ech schlao dÜr fohrts met d'm Kochleffel om de Ohre, du Aff!cite-ref-24[22] (Wenker-Satz Nr. 11)
Zum Oberländischen zählte auch der Stadtdialekt von Elbing. August Schemionek verÜffentlichte im Jahre 1881 folgende Anekdote, in der der Elbinger Dialekt eine Rolle spielt:
âEin Elbinger kommt nach Dresden und frĂźhstĂźckt im Hotel auf seinem Zimmer, wobei ihm der Napf mit Sahne umfällt. Er eilt nach dem Flur, wo er der SchleuĂerin zuruft: "Trautstes Margellche, Ăśch hoab MallĂśhr gehatt, der Schmandtopp es mer umgekäkelt on SalwiĂśtt on Teppich eene Gloms. Bring se urschend e Seelader rauffert." Die SchleuĂerin eilt zum Oberkellner: "Auf Nr. 77 sei ein Ausländer, dem sie kein Wort verstehen kĂśnne."â
âLiebes Fräulein [wĂśrtlich: Mädchen], mir ist ein Missgeschick passiert, der Sahnetopf ist mir umgekippt und Serviette und Teppich sind voller Sahne [wĂśrtlich: (ist) ein Quark]. Bringen Sie [oder: bringe sie (Anrede in dritter Person Singular)] irgend einen Wischlappen herauf.â
â
August Schemionek
:
AusdrĂźcke und Redensarten der Elbingschen Mundart, Seite 51f.
Schicksal des Dialekts nach 1945
Da nach 1945 nahezu alle HochpreuĂischsprecher vertrieben wurden und die Vertriebenen im Westen verstreut siedelten (Ausnahme zum Beispiel Ermländersiedlungen auf einem frĂźheren TruppenĂźbungsplatz in Heckenbach/Eifel), sind die Dialekte inzwischen so gut wie ausgestorben. Weitere HochpreuĂischsprecher siedelten in den 1970er und 1980er Jahren als sogenannte Spätaussiedler nach Westdeutschland Ăźber. Heute wird der Dialekt auĂer im familiären Umfeld der "Erlebnisgeneration" nur noch auf Heimattreffen aus nostalgischen GrĂźnden gesprochen, hat aber als Alltagssprache praktisch keine Bedeutung mehr. In Polen war die Sprache der wenigen Nicht-Vertriebenen nach 1945 starken Repressionen ausgesetzt, wodurch der aktive Gebrauch der Sprache noch geringer als in Deutschland war. Die seit 1991 anerkannte Deutsche Minderheit in Polen bedient sich des Hochdeutschen.
Verweise
Siehe auch
Literatur
⢠Walther Kuck: Dialektgeographische StreifzĂźge im HochpreuĂischen des Oberlandes. In: Teuthonista 4, 1928, Heft 3/4, S. 266 ff.
⢠Lehmann: Die Volksmundarten in der Provinz PreuĂen. In: PreuĂische Provinzialblätter 1842, S. 5â63. Digitalisat
⢠J. A. Lilienthal: Ein Beitrag zu der Abhandlung âDie Volksmundarten in der Provinz PreuĂenâ im Januar-Hefte d. J. In: PreuĂische Provinzialblätter 1842, S. 193â209. Digitalisat.
⢠Walther Mitzka: Grundzßge nordostdeutscher Sprachgeschichte. Halle (Saale): Niemeyer 1937. Digitalisat.
⢠Victor RÜhrich: Die Besiedlung des Ermlandes mit besonderer Berßcksichtigung der Herkunft der Siedler. Braunsberg 1925.
⢠August Schemionek: Ausdrßcke und Redensarten der Elbingschen Mundart mit einem Anhange von Anekdoten dem Volke nacherzählt. Danzig: Bertling 1881.
⢠Aleksander Szulc: Nachträgliches zu Forschungsgeschichte und Lautlehre des HochpreuĂischen. In: Peter Ernst und Franz Patocka (Hrsg.): Deutsche Sprache in Raum und Zeit. Wien: Edition Praesens 1998.
⢠Wilhelm TeĂmann: HochpreuĂisch und Schlesisch-BĂśhmisch-Mährisch mit den Sprachinseln des SĂźdostens. Selbstverlag, 1968. Eintrag im Katalog der deutschen Nationalbibliothek.
⢠Wilhelm TeĂmann. Kurze Laut- und Formenlehre des HochpreuĂischen (des Oberländischen und des Breslauschen). WĂźrzburg : Holzner 1969 (Jahrbuch der Albertus-Universität zu KĂśnigsberg/PreuĂen. Bd. 19, 1969, S. 115â171). Eintrag im Katalog der deutschen Nationalbibliothek.
⢠Peter Wiesinger: Phonetisch-phonologische Untersuchungen zur Vokalentwicklung in den deutschen Dialekten. Band 1 und 2. Walter de Gruyter, Berlin 1970 (Studia Linguistica Germanica 2).
⢠Ewa Ĺťebrowska: Die ĂuĂerungsgliedfolge im HochpreuĂischen. Olsztyn : Wydawn. Uniwersytetu WarmiĹsko-Mazurskiego 2004. ISBN 83-7299-377-7.
⢠Walther Ziesemer: Die ostpreuĂischen Mundarten. Proben und Darstellung. Breslau: Hirt 1924. Digitalisat.
⢠Walther Ziesemer: Die ostpreuĂischen Mundarten. In: OstpreuĂen. Land und Leute in Wort und Bild. Dritte erweiterte Auflage. KĂśnigsberg (PreuĂen): Gräfe und Unzer o. J. [um 1926], S. 78â81.
Weblinks
Commons
: High Prussian
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: HochpreuĂisch
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Wenker-Satz Nr. 6 â Teil 1 Wenker-Satz Nr. 6 â Teil 2 Gesprochene Mundartprobe â Stolzenhagen, Kreis Heilsberg (Breslausch)
⢠Wenker-Sätze 1 bis 40 Gesprochene Mundartprobe â Auer, Kreis Mohrungen (Oberländisch)
Anmerkungen
cite-note-4Anm 1. â SĂźdlich der Benrather Linie lag auch eine oberdeutsche Sprachinsel um Culmsee, die sogenannte Schwäbische Kolonie.
cite-note-23Anm 2. â Im Norden des Oberlands kamen Gutturalisierungen nach Art des Breslauschen teilweise vor.
Einzelnachweise
cite-note-lilienthal-1842-11. â J. A. Lilienthal: Ein Beitrag zu der Abhandlung âDie Volksmundarten in der Provinz PreuĂenâ im Januar-Hefte d. J., in: Vaterländisches Archiv fĂźr Wissenschaft, Kunst, Industrie und Agrikultur, oder PreuĂische Provinzial-Blätter. Herausgegeben, unter Mitwirkung vieler Gelehrten, Beamten, KĂźnstler, Kaufleute, Landwirthe u. s. w., on O. W. L. Richter. Siebenundzwanzigster Band. KĂśnigsberg, 1842, S. 193â209. S. 195: âSie [= die Bewohner Ermlands] nennen ihre Sprachen breslauisch und käslauisch, mit jenem den oberdeutschen, mit diesem den niederdeutschen Dialekt bezeichnend, [âŚ] Die Bennenung breslauisch [âŚ]â
cite-note-22. â vgl. Ziesemer um 1926, Seite 79: ânoch heute nennen die Bewohner in der Gegend von Wormditt, Guttstadt, Heilsberg, Seeburg ihren Dialekt âbreslauischââ
cite-note-33. â Johann Stuhrmann: Das Mitteldeutsche in OstpreuĂen (1. Teil), in KĂśnigliches Gymnasium zu Deutsch-Krone. Schuljahr 1894|95. Vierzigster Jahresbericht erstattet vom Direktor des Gymnasiums Dr. Stuhrmann. Druck von F. Garms, Deutsch-Krone, 1895. S. 15: âIm Ermlande nennt man die dort gesprochene mitteldeutsche Mundart breslausch, die dort gesprochene plattdeutsche Mundart käselausch (auch wohl käs'lausch)â und, in einer FuĂnote, âDie Formen: breslauisch, käslauisch bei Lilienthal, Hipler u. s. w. sind der Schriftsprache angepaĂt. Nur schrifthochdeutsch ist der Ausdruck: die Breslauer Mundart.â
cite-note-54. â Ziesemer um 1926, Seite 80: âDie sprachliche Grenze zwischen dem HochpreuĂischen und dem NiederpreuĂischen ist besonders zwischen dem mittleren Ermland und Natangen, etwa in der Gegend von HeilsbergâBartenstein, sehr scharf. [âŚ] Es gibt in ganz Deutschland nur wenige Sprachscheiden, die so scharf sind wie die eben genannte.â
cite-note-65. â Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 13. November 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.diwa.info â Bei Suche nach: "war" eingeben und nach Anzeige der Ergebnisse dort auf "Karte anzeigen" klicken
cite-note-76. â Mitzka, Seite 62â65.
cite-note-87. â Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 8. August 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.diwa.info â Suche nach der Karte "Dialekteinteilungen nach Wiesinger" (plug-in erforderlich)
cite-note-98. â Mitzka, Seite 65â67.
cite-note-109. â Erhard Riemann, Wortgeographie und Besiedlungsgeschichte AltpreuĂens. In: Jahrbuch des Vereins fĂźr niederdeutsche Sprachforschung, Band 88, Jahrgang 1965, S. 72â106.
cite-note-1110. â Nach Ziesemer um 1926, S. 79.
cite-note-1211. â Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 10. Dezember 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.diwa.info â Vgl. die Einzelblätter des Digitalen Wenker-Atlas zu diesem Gebiet
cite-note-1312. â Mitzka, Seite 66â69.
cite-note-1413. â Darstellung nach Ziesemer 1924, Seite 121â124. Die Vokale sind hier weggelassen, weil Ziesemer nicht den Abstand zum Standarddeutschen, sondern von frĂźheren Sprachstufen darstellt.
cite-note-1514. â Erhebungsort: Sternberg (Kreis Heilsberg, jetzt Stryjkowo), ungefähr in der geographischen Mitte des Breslauschen Dialektgebietes. (Memento des Originals vom 3. November 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.diwa.info
cite-note-1615. â Mitzka, Seite 69.
cite-note-1716. â Die Nennung der Landkreise dient nur zur groben Orientierung. Die Kreisgrenzen fielen praktisch nie mit Isoglossen zusammen.
cite-note-181. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/3.diwa.info
cite-note-192. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 7. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/3.diwa.info
cite-note-203. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/3.diwa.info
cite-note-214. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 11. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprßft. Bitte prßfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.3.diwa.info
cite-note-2221. â Vergleiche TeĂmann 1969, Seite 141.
cite-note-2422. â Erhebungsort: GroĂ Arnsdorf (Kreis Mohrungen), ungefähr in der geographischen Mitte des oberländischen Dialektgebietes. (Memento des Originals vom 3. November 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/3.diwa.info